2012 21. OPEN AIR AM STEINBRÜCKER TEICH

Bericht 1998

Open-Air - Klappe, die achte.

Untergang in den Fluten oder Petrus pisst auf uns und wir auf Petrus.
Just als Alex von "Fake" die - zugegebenermaßen ironisch gemeinte - Textzeile "..and I´m praying to him" von der Bühne schmetterte, begann es, aus Eimern zu schütten.

In der provisorisch installierten Bühnenüberfoliung sammelten sich die Wassermassen in Fünfzig-Liter-Blasen und das Publikum tat das genaue Gegenteil: es verstreute sich in alle Ecken. Doch ein paar Hartgesottene trotzten dem Flüssigangriff von oben unter Planen, Regencapes oder Schirmen. Und die richtigen Krieger pfiffen auf das ganze Naturgedöns und spielen "jumping in the rain" - ihr wart groß!

Bei "Shito" kroch das Publikum wieder aus den Löchern und begeisterte mit Schlamm-Wrestling. "Pyogenesis" hätten fast doch nicht gespielt und dafür ihre verwandte Band "Liquido" vorbeigeschickt, die dann wenig später voll den Hit landeten und voll die Stars wurden, ey. Wir verkauften viel zu wenig Bier und mussten uns zur Nachfinanzierung des Open-Airs ein Benefiz-Festival ausdenken, die die beste Idee des Jahrzehnts wurde und fortan zur Legendenbildung im rockenden Heinertown beiträgt: Melodien für Millionen. Wie man aus Scheiße Gold macht.

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