2012 21. OPEN AIR AM STEINBRÜCKER TEICH

Bericht 2001

Open Air - Klappe, die elfte.

Ei, Ei, Ei.
Eier oder nicht Eier? Das schien hier die Frage gewesen zu sein. "Keine Eier", lautete zumindest der abwertende Kommentar eines jungen Burschen, während er sich die Körperertüchtigungen der weißgekleideten Capoeira-Tänzer am Nachmittag anschaute. Hm. Diesen Einwurf als Messlatte für andere Programmpunkte angewandt, kann man zumindest behaupten, dass Phoenix sich alle Mühe gab, dem Rock´n´Roll-Klischee volle Breitseite zu frönen und "Eier" vorzuführen: Erst schmetterte er kirre Bassriffs von der Bühne, was gar nicht schlimm ist, dann zertrümmerte er einen Computermonitor, was gar nicht albern ist.

Hartgekocht präsentierten sich auch Cumicom, Nafi, Pisces und Disbelief, wobei Letztere nebenbei auch noch was für den Langhaarische-Proporz taten. Vergleichsweise weichdottrig und cremig präsentierten sich dagegen Los Caipirinhos als beschwingtes Gegengewicht - auch mit Blick auf das Getränkeangebot, denn die Jungs mixten an einem Extra-Stand Caipirinhas.

Emil Bulls ist zwar nicht unbedingt ein fantastischer Name, aber immerhin stecken da irgendwie auch Eier drin und die Jungs rissen mit ihrer Show das Publikum so dermaßen mit, dass von der Open-Air-Bühne so viel gedived wurde, wie nie zuvor. Kompliment. Das vergeben wir allerdings nicht an Big-Ball-Bill, der sich zu später Stunde noch mit deren Mischer anlegte. Na, immerhin hat er sich am nächsten Tag reudig für seine ausfallende Klopp-Einlage entschuldigt. Rührend, nicht? Rührei? Naja, jedenfalls Eier - auf jeeeeeden Fall! Gilt vor allem für Cem, der sich dieses Jahr als Veranstalter mehr als bewährte. O-Ton Gästebuch: "Zum ersten Mal hast du den Truthahn angeschnitten, und du hast es mit Bravour gemeistert." Respekkkt!

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