2012 21. OPEN AIR AM STEINBRÜCKER TEICH

Bericht 2004

Open-Air, Klappe die vierzehnte.

Peter und der Schlamm.
Eins vorab: Ohne Peter Gleichauf, den Betreiber des Darmstädter Multimediahauses “Krone”, wäre das 14. Open-Air am Steinbrücker Teich (dieses Mal tatsächlich wieder am Oberwaldhaus) im Schlamm versunken. Naja, so gut wie, zumindest. Peter der Große zog den bösen Darmstädter-LKW mit seinem Eine-Million-Ponystärken- Traktor aus der festgefahrenen Erdkuhle - und so hatten die Bands auch dieses Mal wieder einen luxuriösen Backline-Unterstellplatz (überdachte Ladefläche des an die Bühne angedockten LKWs).

Bei aller Übertreibung: Das Wetter war 2004 - nach dem Jahrhundertsommer 2003 - echt bescheiden, man könnte auch sagen: Das Open-Air ist wettermäßig mit zwei blauen Augen davongekommen. Es nieselte hier, es nieselte da. Den Bands war’s egal. The Databreak performten mit Herz und Hirn. Rejected packten den Pogo-Reifen aus und warfen ihn in die johlende Menge. Pornophonique ersetzten eine Band, die kurzfristig abgesagt hatte, electropunkig würdig, lustig - und ebenso unterhaltsam wie Turbolenzia, die erste Band des Tages. The Satelliters waren weniger evil als an vergangenen Tagen, aber trotzdem richtig gut.

Nur die headlinenden Most Precious Blood bewiesen, dass der Hardcore-Coitus manchmal auch ziemlich interruptus sein kann. Begründung des Tourmanagers nach dem 40-Minuten-Auftritt der New Yorker: “Das ist bei Hardcore-Bands so.” Schade, manchmal ist weniger doch auch tatsächlich einfach nur weniger. Zum Glück gab’s da noch die extrem rockende und den Morgen ergrauende Aftershow-Party in der “Krone”. Ob der Schlamm-Peter da auch mitgefeiert hat, konnte bis heute nicht wasserdicht recherchiert werden.

Resümee: Nächstes Jahr muss das Wetter besser werden.
cem

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