2012 21. OPEN AIR AM STEINBRÜCKER TEICH

Bericht 2010

Open-Air, Klappe die 20.


Unkaputtbar & Weiter (neue Helden) 

Zwei Dekaden Steinbrücker Teich Open Air ... der Wettergott belohnt uns mit Bilderbuch-Spätsommer-Wetter. Und: War kurz vor dem Festival noch nicht so ganz sicher, wie und mit wem es weitergeht, war spätestens (auch dank offensiver PR im Vorfeld) kurz danach klar: Das Open Air am Steinbrücher Teich ist unkaputtbar!!! Laura (seit drei Jahren bei der Teichcrew dabei), Rene und Henz (eingespieltes Konzert-Organisations-Team in der Villa und im 603, seit diesem Jahr dabei) übernehmen künftig die Hauptverantwortung von Cem. Ein organischer Übergang, da DIY-Ideologie und nicht-kommerzielles Konzept grundsätzlich unverändert bleiben. Schön, dass es so was noch gibt!

Das Jubiläumsfestival startet ausnahmsweise schon am Freitag, mit einem wunderbar außergewöhnlichen bis skurrilen Musikvideo-Abend ... vom Arschgebuiden-Klassiker über das neue Okta-Logue-Video oder die seltene Sex-Pistols-Aufnahme bis zum NDW-Unforgetable beamten VJ Nick Powers, Maddes und captainreiss auf die Leinwand, was an diese, Ort zu diesem Anlass einfach auf die Leinwand gebeamt werden musste. Großartig!!! Fand auch das glückliche Geburtstagskind André S. und zelebrierte einen Gruppen-Ausdrucks-Tanz vor der großen Bühne.

Am festivalüblichen Samstag eröffnen Li Ark die Festlichkeiten ebenso sommer-sonne-sonnenscheinig wie Red-Hot-Chili-Peppers-like. Auch Herr Kelz von der Minigolfanlage freut sich „über das nicht ganz so laute Getöse’ (Herr Kelz, behandeln Sie unsere gespendeten WC-Schilder das Jahr über gut ...) !

Atlan machen deutlich, dass Turbostaat auch in Darmstadt und Umgebung ihre Spuren hinterlassen haben. Unkown Darkness schieben in überzeugender Manier das erwartete Nu-Metal-Brett. Und Läs Vegäs unterstreichen auch nach ihrer vokalen Neugründung, dass Deutschpunk charmant sein kann! Wight setzen ihre Räucherstäbchen äußerst effektvoll ein und berauschen auch nicht kiffende Rocker mit einer tighten Supershow – null peinliches Saxofon-Solo inklusive! 47 Baseball Bats from Moskow sind wie erwartet sehr trinkfest (war das Wasser oder echt Wodka in den Flaschen da?) und demonstrieren (fast), wer der Herr am Teich zu Darmstadt ist. (Fast), weil die Real McKenzies nicht nur hinter, sondern auch vor den Kulissen, sprich auf der Bühne, einfach so sympathisch und partymäßig unterwegs sind, dass im Publikum alle Dämme brechen und die Teichcrew vor allem am Bierstand alle Hände voll zu tun hat.

 

So rund kann ein Jubiläum sein... Auf ein Neues mit viel frischem Blut und guten, neuen Ideen im nächsten Jahr!

cem

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